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DIE FRAU, DIE ARBEIT, DIE KUNST und das GELD

Ein Film von: SI.SI. Klocker


Mit:

Petra Ganglbauer, Maria Hofstätter, Ilse Kilic, SI.SI. Klocker, Birgit Krammer, Erika Kronabitter, Mara Mattuschka, Sterica Rein, Hans Scheirl, Sabine Schulze-Berge, Judith Sigmund, Annie Sprinkle, Beth Stephens, Gabriele Szekatsch, Claudia Zölsch u.v.a.

Inhalt:

Der Dokumentarfilm portraitiert Frauen, die in kreativen, künstlerischen Berufen tätig sind.

Wie gehen KünstlerInnen mit Arbeit, Kunst und Geld um?

In „Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld“ werden die spezifischen Lebenssituationen von Künstlerinnen untersucht:

Mehrfachbelastung, unsichere und unregelmäßige Arbeits- und Erwerbsbedingungen, Existenzängste etc. prägen ihren Alltag.

Sie alle erzählen vom Underground Kampf kreativ schaffender Frauen, sie berichten von ihren Guerilla-Taktiken, Sehnsüchten und Wünschen.

Künstlerinnen aus mehreren Regionen: Wien, Berlin, Vorarlberg und San Francisco beziehen dazu Stellung, dabei stehen sich unterschiedliche Auffassungen der einzelnen Künstlerinnen gegenüber.

Es ist ja oft trotz bester Absicht, künstlerischem Engagement und Tatendrang nicht selbstverständlich für Frauen, sich über einen kreativen Beruf zu verwirklichen. Durststrecken treten immer wieder auf. KünstlerInnen sind meistens immer noch unterbezahlt, windigen Werkverträgen ausgesetzt, werden vom Sozialsystem ausgeschlossen, sind meistens nur kurzzeitig beschäftigt, leben in prekären Arbeitsverhältnissen und sind nur in seltenen Fällen fest angestellt. Lukrative Nebenjobs sind daher sehr gefragt:

Die amerikanische Performancekünstlerin Annie Sprinkle berichtet über ihre Zeit als Sexworkerin, in der sie sehr viel Geld verdient hat, um damit schließlich ihre künstlerische Arbeit zu finanzieren.

Das Thema Geld spielt bei Künstlerinnen, die ums Überleben kämpfen und nicht durch einen regelmäßigen Job abgesichert sind, eine grosse Rolle.

In dieser heiter, ironischen Momentaufnahme werden unterschiedliche Zugänge in Bezug auf Geld, Arbeit und Kunst selbstkritisch, aber auch heiter reflektiert.

(Produktionsmitteilung)

Als ich meinen Kurzfilm „Laura“ – was Sie schon immer über Telefonsex wissen wollten“ fertig stellte, war ich von der Frage fasziniert, wie es denn Frauen in künstlerischen Berufen so ergeht. Stand ich mit meinen Problemen als freischaffende Multimedia Künstlerin ganz allein da?

Unsichere Überlebensbedingungen prägten meinen Alltag.

Obwohl ich mehr als genug arbeitete, konnte ich nicht behaupten, dass ich auf ein gesichertes, finanzielles Einkommen zurückgreifen konnte.

Mich begann zunehmend die Frage zu beschäftigen, wie befreundete KünstlerInnen aus meinem persönlichen Umfeld mit diversen Fragen umgingen.

Dieser Film soll auch Menschen, die nicht mit dem Kunstvirus infiziert sind, einen Einblick in die gefährdete, unsichere Welt von Kunstschaffenden gewähren, die ihm sonst oft verborgen bleibt.

Obwohl die Grundlage von „Die Frau, die Arbeit, die Kunst und das Geld“ eine persönliche Fragestellunge war, behandelt der Film schließlich ganz allgemein die unsicheren, Arbeits –und Lebensbedingungen, denen Frauen auch als kreativ Schaffende und Künstlerinnen in unserer Gesellschaft ausgeliefert sind. Er geht der auch der Frage nach, was künstlerische Arbeit von Frauen der Gesellschaft überhaupt wert ist.

Diesen Film musste ich machen, obwohl ich nur ein low low Budget - wie passend zu Frauen und Geld wohl - zur Verfügung hatte. Doch Schwamm drüber.

Facit:

Eine richtige Künstlerin, weiss ja, dass sie vieles, wenn nicht alles bereit ist, für Luft und ein kleines bischen Anerkennung zu leisten.

Oder: Es kommt nur auf Dich selbst an. Jede kann erfolgreich sein, sie muss es nur wirklich wollen.

(SI.SI. Klocker)

Einzelne Statements der KünstlerInnen:

Ich würde die Arbeit machen auch ohne Geld!“
(Mara Mattuschka)

Kunst machen ist Arbeit und wird von der Gesellschaft aber nicht als solche betrachtet und entsprechend honoriert. Was ist, wenn ich krank bin, was ist dann mit dem Geld.!
(Petra Ganglbauer )

Ich hab keine Beziehung zu Geld.“
(Ilse Kilic)

Je mehr ich es nicht mehr einsehe, dass ich obwohl ich ein abgeschlossenes Studium in Philosophie und Kunst habe, wenig verdiene, desto bessere Angebote bekomme ich.“
(Judith Sigmund)

Ich habe viele kleine Jobs, wie ein 1000 Füssler.“
(Birgit C. Krammer)

Ich sitze immer wieder an neuen Projekten, aber ich habe selten so wenig Geld verdient, in der Zeit wo ich immer am Computer gesessen bin.“
(Claudia Zölsch)

Als Alleinerzieherin und arbeitslose Schauspielerin bist du gesellschaftlich ganz unten.“
(Sterica Rein)

Seit 15 Jahren mache ich nur mehr das, was mir Spass macht.
Bei diversen Projekten fällt sehr viel Gratisarbeit an, genauso wie in der Kunst.“
(Gabriele Szekatsch)

Frau muß lernen, was die eigene Arbeit wert ist. Künstlerinnen lernen das schlecht.“(Erika Kronabitter)
Jahrelang hab ich am Existenzminimum gelebt und mußte mit sehr wenig Geld auskommen. In London hab ich oft ohne Dusche und heisses Wasser gelebt.“
(Hans Scheirl)

Ich wünsche mir ein Grundeinkommen, das ein menschwürdiges Überleben sichern kann.“
(Maria Hofstätter)

 

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